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Sprachzertifikat: Ein Erfolgsgarant in der Bewerbungsmappe!

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Die Sprachtests, die vom Hessencampus Offenbach in Kooperation mit der Stadt Offenbach und der VHS Offenbach organisiert und im Dezember durchgeführt worden sind, zielen darauf, das Niveau der vorhandenen Sprachfertigkeit – zumeist der Herkunftssprache der Migrant*innen – zu bescheinigen. Je nach ihrem Herkunftsland haben sich die Schüler*innen am Ende des letzten Jahres zu den Sprachentests gemeldet – im Angebot waren Arabisch, Russisch, Türkisch, Griechisch, Italienisch, Rumänisch sowie Kroatisch, Bosnisch und Serbisch. Die Auswertung bzw. die in den Zertifikaten ausgewiesene Einstufung findet nach dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen (GER) statt, der standardisiert und für die Verantwortlichen in der Personaleinstellung und -entwicklung von Unternehmen aussagekräftig ist. Die Schüler*innen werden dabei eingestuft zwischen der Stufe A1, die Basiskenntnisse bescheinigt, und der Stufe C2, die eine muttersprachliche Sprachbeherrschung attestiert. Die nachgewiesene Beherrschung der Herkunftssprache im Mündlichen, als auch in der Schriftsprache, kann als eine zusätzliche Qualifikation betrachtet werden, da entsprechende Bewerber*innen insbesondere für Behörden wertvolle Mitarbeiter*innen sein können. Das Einstellungsargument, das entscheidend sein kann, ist, dass sie eine selbstverständliche multikulturelle Kommunikation möglich machen, unterschiedlichen Sprachbedarfen gerecht werden und so einen wertvollen Beitrag zur Pluralität in unserer Gesellschaft leisten können.

Es überraschte die Initiator*innen des Sprachtests nicht, dass die Tests, die seit mehr als zehn Jahren vom Hessencampus Offenbach betreut und ausgewertet werden, auf immer größere Resonanz stoßen. Durch die Zertifizierung haben die KKS-Schüler*innen nun ein möglicherweise entscheidendes Argument mehr in ihrer Bewerbungsmappe – und das, indem sie lediglich eine Kompetenz, ein sprachliches Kompetenzniveau, das sie bereits aufweisen, sich haben attestieren lassen und fortan nachweisen können. Demnach sollte der berühmte, allerdings eher defizitorientierte Satz des Philosophen Wittgenstein „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.“ in eine positivere KKS-Variante gewendet werden: Sprache kann eine Brücke schlagen zu neuen Welten – sie ist ein Schlüssel, eine Schlüsselqualifikation, die Türen zu einem attraktiven Arbeitsplatz und zu einer glücklichen Zukunft öffnen kann.

 

01.04.2020          Martin Schleich